TSV Wasserburg - VfL Waldkraiburg 2:0 (0:0)

VfL verliert beim Tabellenführer

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  • Marko Komes durfte in Wasserburg ein paar Minuten Bezirksligaluft schnuppern
    Marko Komes durfte in Wasserburg ein paar Minuten Bezirksligaluft schnuppern

Nichts zu holen war für den VfL Waldkraiburg beim TSV Wasserburg. In der Bezirksligapartie, die witterungsbedingt von Freitagabend auf Samstagnachmittag verlegt worden war, unterlag man vor 320 Zuschauern knapp aber verdient mit 2:0 (0:0).
In der ersten Halbzeit zeigten die Gastgeber von Beginn an wer Herr im Haus ist. Bereits in der 8. Minute hatte Dominik Haas die erste klare Torchance, doch sein Schuss aus 20 Metern ging knapp über das Tor. Nur 7 Minuten später war es wieder D. Haas der allein vor Domen Bozjak auftauchte, doch mit seinem Flachschuss am slowenischen VfL-Keeper scheiterte. Den Nachschuss von Andrija Bosnjak hat Bozjak dann sicher. Die Waldkraiburger, die neben Birol Karatepe und Franz Kamhuber auch auf Manuel Stadlmayr und Berat Uzun verzichten mussten, zeigten sich in der Offensive nur wenig. Zu viele Abspielfehler im Spielaufbau hatten zur Folge, dass es im ersten Durchgang keine einzige klare Torchance heraussprang. Oft war spätestens an der Strafraumgrenze der Hausherren Schluss für Razvan Rivis und Sebastian Jusic. Glück hatte Benjamin Hadzic in der 26. Minute als Schiedsrichter Bernhard Gahr (München) ein klares Handspiel im Strafraum übersah und dem TSV einen Elfmeter verwehrte. Nur 2 Minuten später hatten die Fans der Wasserburger den Torschrei schon auf den Lippen, doch der von Matthias Haas getretene Freistoß klatschte nur an den Pfosten. In der 38. Minute foulte VfL-Verteidiger Mert Lata seinen Gegenspieler im Strafraum und dieses Mal zeigte der Unparteiische auf den Punkt. Doch auch in dieser Situation blieb das Glück den Industriestädtern treu. Matthias Haas zirkelte den Ball flach am rechten Pfosten vorbei neben das Tor. Somit wurde mit dem für die Gäste schmeichelhaften Spielstand von 0:0 die Seiten gewechselt.
Sofort nach dem Wiederanpfiff ging der TSV dann doch hochverdient in Führung. Der kroatische Torjäger Andrija Bosnjak setzte sich an der linken Strafraumgrenze auf engstem Raum gegen 2 Waldkraiburger Verteidiger durch und schob den Ball unhaltbar für Bozjak ins rechte Eck. Dieser Treffer war für den 21-jährigen Neuzugang bereits Tor Nummer 5 im dritten Spiel der Saison! In der 55. Minute hatte Bosnjak die große Möglichkeit auf 2:0 zu erhöhen, doch sein Schuss aus 15 m ging knapp neben das Tor. VfL-Trainer Thomas Steiger brachte in der 66. Minute mit Patrick Keri und Abdullah Erylmaz 2 frische Kräfte für Bircan Altmer und Markus Swoboda. Die Angriffsbemühungen wurden durch diese Maßnahme intensiver, doch die Hintermannschaft des TSV stand zumeist bombensicher. Durch den nach wie vor knappen Vorsprung blieb die Partie bis zum Schluss spannend. Rivis hatte in der 76. Minute noch die beste Chance für die Gäste, doch sein Schuss aus 10 Metern wurde von Maximilian Hainzl abgeblockt. Mitten in den Sturmlauf des VfL fiel dann die endgültige Entscheidung. Der TSV schloss durch den eben erst eingewechselten Alexander Meltl einen Konter mustergültig ab. Torwart Bozjak ist chancenlos als Meltl allein vor ihm auftauchte und gekonnt überlupfte.
Dem TSV Wasserburg gelang der dritte Sieg im dritten Spiel. Damit verteidigt der Aufsteiger die Tabellenführung erfolgreich. Die Waldkraiburger, die erst zwei Partien bestritten haben, stehen noch mit leeren Händen da und zieren das Tabellenende der Bezirksliga Ost.

VfL Waldkraiburg: Bozjak – Swoboda (ab 66. Erylmaz), Lata, Stuiber, Hadzic, Jsic, Oguti, Weichhart (ab 79. Komes), Altmer (ab 66. Keri), Rivis, Akdemir.

TSV Wasserburg: Haas G. – Hainzl, Scheitzeneder, Haas D., Bosnjak (ab 88. Meltl), Müller (ab 70. Cindir), Stephan, Bachmayr (ab 64. Sengül), Lindner, Hain, Haas M.

Zuschauer: 320

Schiedsrichter: Bernhard Gahr (München)

Tore: 1:0 Bosnjak (49.), 2:0 Meltl (90.)

Besondere Vorkommnisse: M. Haas verschießt Foulelfmeter (39.), Gelb-Rote Karte für J. Stephan (83.)