Neuer Kabinentrakt mit Vereinsheim im Jahnstadion

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  • Neuer Kabinentrakt mit Vereinsheim im Jahnstadion

Der neue Kabinentrakt mit Vereinsheim im Jahnstadion ist fertig. An der Verwirklichung des 1,4-Millionen-Projekts – das wurde bei der Einweihung deutlich – haben viele Anteil: tatkräftige VfL-Vorstände, Stadt und Stadtwerke, die sich trotz schwieriger Finanzlage hinter das Projekt stellten, Planer, Baufirmen, freiwillige Helfer. Doch ohne Unterstützung der KRAIBURG Holding, die 950000 Euro zur Verfügung stellte, wäre es ein Traum geblieben.
Waldkraiburg – Auf den Tag genau vor 57 Jahren, am 1. Juli 1960, wurde der Sportplatz im Jahnstadion und der erste Bauabschnitt der alten Umkleideräume eingeweiht. Daran erinnerte Herbert Lechner, Geschäftsführer der Stadtwerke GmbH, die Eigentümer der Sportstätte und damit Bauherr ist, bei der Einweihung. Lechner: „Das ist ein freudiger Tag für alle Sportler.“ VfL-Fußballer und Leichtathleten werden den Neubau künftig nutzen.
„Ein solches Engage- ment sucht seinesglei- chen und ist sicher kein Standard.“ VfL-Vorsitzender Kai Röpke zur großzügigen Spende der KRAIBURG Holding
Mit insgesamt 395 000 Euro beteiligen sich Stadt und Stadtwerke laut Finanzierungsplan am 1,4-Millionen-Projekt, 50 000 Euro bringt der VfL als Eigenleistung ein, dessen Mitglieder bislang 750 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet haben. 950 000 Euro stellen die Eigentümer der KRAIBURG Holding zur Verfügung.
Bürgermeister Robert Pötzsch sprach von einer „beispiellosen Unterstützung“, die die Stadt immer wieder durch das Unternehmen und seine Eigentümer erfahre. VfL-Vorsitzender Kai Röpke ergänzte: „Ein solches Engagement sucht seinesgleichen und ist sicherlich kein Standard.“
Der VfL habe sich als fairer Partner der Stadt bei dieser Baumaßnahme erwiesen, so Pötzsch, der seinen Eindruck vom Ergebnis folgendermaßen beschrieb: Wer um die Ecke biege und erstmals das Gebäude sehe, „dem fällt die Kinnlade runter und klappt nicht wieder zu“.
Fritz Schmidt, geschäftsführender Gesellschafter, begründete das finanzielle Engagement mit der großen Verbundenheit des Unternehmens, der Gesellschafter und seiner Familie mit der Stadt und dem Verein. Sein Großvater war vor fast 70 Jahren Gründungsmitglied des VfL und dessen erster Vorsitzender. Die nächste Generation, Fritz Schmidt und sein im Januar verstorbener Bruder Peter, waren aktive Schwimmer und standen viele Jahre an der Spitze des Vereins, er selbst sei ebenfalls in zwei Sparten aktiv gewesen.
„Das habt ihr klasse hingekriegt.“ KRAIBURG-Gesellschafter Fritz Schmidt zu VfL-Vorsitzenden Kai Röpke und dessen Stellvertreter Thomas Hirn.
„Jetzt unterstützen wir aber mal richtig.“ Dieser Satz von Fritz Schmidt senior, den sein Sohn zitierte, sei von allen Gesellschaftern mitgetragen worden, so der Redner, der ausdrücklich den VfL-Vorsitzenden Röpke, Ideengeber und treibende Kraft, und dessen Stellvertreter Thomas Hirn, nimmermüder Projektleiter, lobte: „Das habt ihr klasse hingekriegt.“ Auch deshalb weil Bauzeit und Budget eingehalten wurden. Schmidt ergänzte, dies sei sicher nicht die letzte Spende, und hatte die Lacher auf seiner Seite, als er sicherheitshalber nachschob: „So viel werden wir nicht jedes Jahr spenden.“
Projektleiter Thomas Hirn, dem mehrfach attestiert wurde, sich über seine Pflichten hinaus „Tag und Nacht“ engagiert zu haben, berichtete über die Planungs- und Baugeschichte. Er freute sich über die konstruktive und reibungslose Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und vor allem auch darüber, dass aus dem Kabinentrakt kein Elphi und kein Berliner Flughafen wurde. „Wir werden das Projekt mit einer roten Null abschließen“, das heißt, die Kostenüberschreitung wird etwa ein Prozent betragen.
Vorsitzender Kai Röpke stellte die große Bedeutung des Sports nicht nur im Hinblick auf Bestmarken und Erfolge heraus, sondern wegen seiner sozialen und integrativen Funktion. Der VfL, unter dessen Dach über Tausend Kinder und Jugendliche Sport treiben, habe mit dem Projekt gezeigt, dass er seine Verantwortung für den Erhalt der Sportstadt Waldkraiburg und die Entwicklung attraktiver Sportstätten wahrnimmt. Der VfL sei bereit, „an den Konzepten für die Sanierung und/oder Neugestaltung der Sportstätten mitzuarbeiten“. Und in Richtung Bürgermeister meinte er: „Lieber Robert, wenn Du in Sachen Sport mal wieder ein Brot und keine kleinen Brötchen backen willst, wir sind gerne bereit dabei zu helfen.“
Pater Bernhard Stiegler und Adalbert Schneck wünschten dem Haus und allen Sportlern Gottes Segen. Der Geist der Kameradschaft, Freundschaft und des fairen Miteinanders möge hier herrschen.